Zustieg zur Lötschenpasshütte im Sommer

Die Hütte ist nur zu Fuss auf gut markierten und gut unterhaltenen Bergwegen sowohl vom Berner Oberland als auch vom Wallis erreichbar. Der kürzeste Zustieg erfolgt ab Lauchernalp. Sowohl die Ausganspunkte Wiler, Kippel und Ferden im Lötschental als auch Kandersteg und Selden im Kandertal sind sehr gut mit öffentlichen Verkehrmitteln erreichbar.

 Wanderkarte zum selber ausdrucken: bei „suche Ort“ Lötschepass eingeben, evtl. auf der linken Seite „Wanderland“ ankreuzen, so sind die offiziellen Wanderwege grün sichtbar

Wanderrouten

Ab Lauchernalp

 T2 | +700m | 2 ½ h | -700m | 2 h

Startpunkt dieser Wanderung ist die Lauchernalp, welche man von Wiler im Lötschental in wenigen Minuten bequem mit der Luftseilbahn   erreicht. Zuerst führt der Weg links am Restaurant Bergsonne vorbei, dem Skilift folgend über Weiden aufwärts bis zum Restaurant Berghaus , dem obersten Gebäude auf der Alp. Von da führt der Wanderweg in westlicher Richtung immer leicht aufwärts durch eine grosse Mulde bis zu den „Mälcherböden“ und weiter dem Hang entlang bis zum Golmbach. Nachdem der Bach überquert ist, steigt der Weg steil an und die Umgebung wird felsiger.

Nach gut 1 1/2 h ist die Hockensatteleggi auf 2566 m ü M. erreicht. Weiter geht’s durch steiniges Gelände auf dem gut markierten Weg. Mit ein bisschen Glück lassen sich auf diesem Abschnitt Steinböcke oder Schneehühner beobachten. Nach weiteren 30 Minuten erreicht man eine Fläche mit vielen kleinen Seen, welche zum Baden oder Kneippen einladen. Am Horizont unter dem Ferdenrothorn ist nun ein grosser Steinmann sichtbar, von dem nun das erste Mal die Hütte ins Blickfeld kommt.

 Karte_Lauchernalp-Lötschenpass

Ab Ferden

 T2 | +1320m | 4 ½  h | -1320m | 2 ¾ h

Wer lange und steile Aufstiege nicht scheut, wird mit einer Wanderung durch alle Vegetationsstufen belohnt. Ausgangspunkt dieser Route ist Ferden. Vis-à-vis vom Hotel Zeitlos beginnt der Wanderweg, führt an den sonnengebräunten Holzhäusern vorbei und zweigt einige Meter nach dem Dorf rechts ab. Nun steigt der Weg durch den Wald stetig an, erreicht kurz die Fahrstrasse der Kummenalp und zweigt wieder rechts ab. Nach einigen Serpentinen kommt man nach einer Stunde zum „Eistli“ (1728 m ü. M.), einer Ansammlung von wenigen Ställen.

Dem Wegweiser folgend führt die Route noch einmal durch dichten Wald, bald geht dieser jedoch in lichteren Wald und Buschwerk über. Später folgt man dem Lauf des Färdanbaches auf der linken Seite, überquert diesen und erreicht nach ca. 2 h das Restaurant Kummenalp. Hier herrscht die typische Alplandschaft vor, Kühe und Schafe teilen sich im Hochsommer das saftige Gras.

Beim Parkplatz auf der Kummenalp zweigt der Weg nun Richtung Norden ab, am Brunnen und rechts der Alphütten vorbei. Achtung: keinesfalls zwischen den Alphütten passieren, sonst erreicht man fälschlicherweise den Weg zum Ferdenpass! Jetzt führt die Strecke während einer Stunde aufwärts über Alp- und Weidelandschaft dem gut unterhaltenen Wanderweg entlang bis zum „Meieli“ (2415 m ü. M.), einem markanten Felskopf links vom Weg. Danach folgt man etwa 300m Meter relativ flach einer alten Wasserleitung und überquert den Bach. Nun ist eine weitere Vegetationsstufe erreicht, Blumen und Gräser werden weniger, Fels und Geröll bestimmen von jetzt an das Landschaftsbild. In vielen Kehren werden anschliessend die restlichen 300 Höhenmeter überwunden. Mit ein bisschen Glück lassen sich hier Steinböcke beobachten. Der erste grosse Steinmann wird sichtbar und kurz darauf erreicht man einen wunderbaren Bergsee, von dem aus man nun endlich die Hütte sieht.

 Karte_Ferden_Lötschenpass

Ab Kandersteg

 T3 | +1500m | 7 h | -1500m | 5h

Vom Bahnhof Kandersteg führt die Route dem Wegweiser folgend Richtung Süden bis Eggenschwand, wo sich die Talstation der Sunnbühlbahn befindet. Alternativ kann diese Strecke auch mit dem Ortsbus zurückgelegt werden, dadurch verringert sich die Marschzeit um eine halbe Stunde. In Eggenschwand geht der Wanderweg rechts der Kander entlang und steigt durch die imposante Schlucht ins Gasterntal hoch. Nach gut einer Stunde ist das Waldhaus erreicht und die Strecke führt nun nur leicht ansteigend durch's wildromantische Gasterntal. Im Juni lassen sich hier die sehr seltenen Frauenschuhe, eine vom Aussterben bedrohte Orchideenart, bestaunen.

Wer nach 2 1/2 h beim Wegweiser Bletschuweidli in Richtung Lötschenpass rechts abbiegt, kommt nicht direkt in Selden vorbei. Wer lieber eine Pause im Hotel Steinbock   oder im Hotel Selden   einlegt, folgt hier der Fahrstrasse und erreicht in 10 Minuten die beiden Gasthäuser. Alternativ kann man ab Kandersteg bis Selden den Taxibus nehmen, der direkt vor dem Hotel Steinbock (1550 m ü. M.) hält. Dieser muss zwingend unter der Nummer +41 33 671 11 72 reserviert werden.

Ab Selden

  T3 | +1100m | 4 h | -1100m | 2 ½ h

Direkt vor dem Hotel Steinbock zweigt der gut markierte Wanderweg ab und überquert die Kander über eine imposante Hängebrücke. Über Serpentinen werden in den nächsten 60 Minuten 300 Höhenmeter bis zur Gfellalp (1845 m ü. M.) bewältigt. Der Weg steigt weiter über Alpweiden hoch und erreicht den Läckboden, eine Ebene mit herrlichem Blick in den Talkessel mit seinen Felswänden.
Nun folgt der Aufstieg unter der Ostwand des Balmhorns hoch bis fast zur Balme auf 2400 m ü. M. und weiter auf den Gletscher, welcher mit Stangen gut markiert ist. Nach dessen Überquerung führt der Weg auf der Moräne in südlicher Richtung bis zu einem felsigen Aufschwung. Während den letzten 45 Minuten sind noch einige steile Passagen in felsigem Gelände zu meistern, diese sind stellenweise mit Drahtseilen gesichert. Belohnt wird der Wanderer nach dem strengen Aufstieg nun mit der Aussicht auf die Walliser Viertausender und endlich ist auch die Hütte in Sicht, welche in wenigen Minuten erreicht wird.

 Achtung: der Römerweg wird seit mehreren Jahren nicht mehr unterhalten und die Begehung erfolgt auf eigenes Risiko.

 Karte_Kandersteg_Selden
 Karte_Selden_Löpa

 

Unterkünfte in Selden
Es lohnt sich, im ruhigen und malerischen Gasterntal einen Zwischenhalt einzulegen. Sei es, um im Juni den Frauenschuh zu bewundern, im Frühsommer die wunderbaren Blumenwiesen zu bestaunen oder einfach die Gastfreundschaft unserer Nachbarbetriebe zu geniessen.

Hotel Steinbock, Selden  
Hotel Gasterntal, Selden  
Berggasthaus Heimritz, Selden  
 

Ab Leukerbad

 T3 | +1300m | 6 ½ h | -1300m | 5 h

Die Wanderung beginnt am Dorfplatz in Leukerbad. Anschliessend schlängelt sie sich durch die Unterführung bei den Lindner Hotels zur Ringstrasse dem Waldweg folgend in Richtung Alp Folljeret. Der Wanderweg führt weiter über die Majing- zur Flüealp. Als lohnenswerte Variante bietet sich auch der Aufstieg von Leukerbad via Buljes – Clabinualp zur Flüehkapelle an. Über die Hängebrücke erreicht man die Flüealp. Von dort folgt der Wanderweg das Tal hinauf ostwärts über Alpweiden. Weiter oben folgt ein steileres Stück durch Geröllfelder, bevor man über plattiges Gelände die Gitzifurgge erreicht.

Vom tiefsten Punkt der Gitzifurgge führt die Spur über Felsplatten und steiles, steiniges Gelände bis zum Firnfeld. Am nördlichen Rand des Firnfeldes steigt man ab und erreicht die an einem Stahlseil aufgehängte Wasserleitung, welche zur Lötschenpasshütte führt. In wenigen Minuten ist von hier die Hütte erreicht.

 Auf der Fluhalpe stehen auf Voranmeldung  wenige Übernachtungsplätze zur Verfügung. Ebenso ist das Alpbeizli während der Alpsaison geöffnet und die Älplerin verwöhnt ihre Gäste mit frischem Kuchen und Käsespezialitäten aus eigener Produktion. Kontakt unter fluhalpe(at)bluewin.ch